Tulpen kommen jetzt in den Garten

Tulpen gehören zu den Frühblühern. Auch wenn sie nicht die ersten bunten Punkte sind, die das triste Braungrau des Februars durchbrechen, sind sie doch früh dran im Vergleich zu vielen anderen typischen Gartenblumen. Sie werden allerdings nicht in der Zeit kurz vor dem Durchbruch des ersten Grüns eingepflanzt, wie man es bei einigen anderen frühen Blumensorten tut – sondern vor dem Wintereinbruch im späten Herbst.

Tulpen sind widerstandsfähig

Die Tulpe ist eine Blume, die genauso schön wie widerstandsfähig und robust ist. Ihre Knollen sind dazu gedacht, alles genetische Erbgut der Tulpe zu speichern und dem Trieb Nährstoffe zukommen zu lassen. Das tut die Knolle so lange, bis sie Wurzeln ausbilden und sich ihre Nahrung selbst aus der Erde beschaffen konnte. Im Winter durchläuft die Tulpenknolle eine Ruhephase, in der sie sich aber ebenfalls noch weiterentwickelt. Wer sich weitere Infos über Tulpen durchliest, wird schnell darauf stoßen, dass die Blume diese Ruhephase auch braucht, um anschließend im Frühling gesund austreiben und den nahenden Frühling anzukündigen.

Der richtige Zeitpunkt

Tulpen werden Ende Oktober bis Ende November in die Erde gesetzt. Wichtig ist, dass das noch vor dem ersten Frost geschieht. Die Tulpen würden zwar leichten Frost noch überstehen, doch für den Gärtner ist es schlichtweg angenehmer, wenn er die Erde problemlos aufgraben kann und nicht mit dem Presslufthammer anrücken muss, um überhaupt eine Chance gegen den Frost zu haben. Wichtig ist, dass man die Tulpe vollständig eingräbt und eine ausreichend dicke Erdschicht zwischen die Knolle und die Oberfläche legt, denn allzu viel Frost sollte die Knolle nicht abbekommen. Sie wird von kurzfristigem Kontakt nicht eingehen, doch wenn sich der Frost bis zum Trieb durchfrisst, tötet er diesen und man kann sich im Frühling nicht über schöne, große, bunte Tulpenblüten im Garten freuen.

Weitere Infos über Tulpen

Viel braucht man für die Tulpe nicht mehr zu tun, sobald sie einmal in der Erde ist. Wenn man am Folgetag keinen Frost zu befürchten hat, kann es sinnvoll sein, sie einmal zu gießen, direkt nachdem man sie eingegraben hat. Im Herbst ist die Erde zwar ausreichend feucht, doch man verschafft ihr damit den kleinen Vorteil, vor dem Winter noch einige Nährstoffe und Flüssigkeit aufnehmen zu können – beides wird sie brauchen. Während des Winters selbst lässt man die Knollen in Ruhe, denn man kann ohnehin nicht viel für sie tun. Die Schneedecke kann ruhig auf der Erdoberfläche liegen bleiben und sollte es sogar. Schnee ist zwar kalt, doch wenn er nicht zertreten und damit gepresst wird, entsteht an dieser Stelle kein Eis. Die Schneeschicht isoliert sogar vor der noch viel kälteren Umgebungsluft und schützt die Tulpenknollen unter der Erde vor der Einwirkung extremer Kälte. Gießen darf man die Tulpen auf keinen Fall, bevor sie nicht austreiben und das Risiko nächtlichen Frosts ausgeschlossen werden konnte. Andernfalls würde das Wasser in der Erde nur gefrieren und die Tulpe doch noch abtöten.