Reiten lernen

„Das Paradies der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde“. Stimmt genau! Aber Reitsport ist viel mehr als nur Reiten. Wer sich dafür interessiert, sollte unbedingt einmal bei der Reitschule Frankfurt vorbeischauen, um sich ein Bild zu machen.

Umgang mit Pferden

Zunächst ist es einmal wichtig, dass der angehende Reiter sich mit dem Umgang mit Pferden vertraut macht. Oft wird vergessen, dass es sich bei Pferden um ausgeprägte Fluchttiere handelt. Wittern sie Gefahr oder erschreckt man sie, ergreifen sie die Flucht. Das kann gefährlich werden – für die Pferde, für Mensch oder Verkehr. Deshalb gehören zum richtigen Umgang mit Pferden Geduld, Ruhe, eine sanfte Stimme – und ja keine Hektik.

Erste Reitversuche

Das Schöne an diesem Sport ist die Partnerschaft mit dem Tier, wobei man immer bedenken sollte, dass das Pferd die Schwerarbeit erledigt. Als Dank dafür hat es liebevolle Zuwendung und umfassende Pflege verdient. Deshalb beginnt jeder Ritt mit dem Putzen des Pferdes: Striegeln, bürsten, Hufe kontrollieren. Es geht nicht nur um die Gesundheit des Tieres – der Reiter baut so zugleich auch eine Beziehung zu seinem Pferd auf. Erst nach eingehender Pflege kann man aufsitzen!
Bis der Reitschüler so weit ist, dass er allein mit seinem Pferd ins Gelände gehen kann, muss er viel üben. In der Regel finden die ersten Reitversuche an der Longe und ohne Sattel statt. Beim Longieren dreht sich das Pferd in einem weiträumigen Kreis und wird vom Reitlehrer an einem langen Seil – der Longe – geführt. Im Schritt macht der Schüler dann leichte Gymnastikübungen und lernt so, sich auf die Bewegungen des Pferdes einzulassen. Das geht schon ganz entspannt und ist ein Genuss. Aber im Trab ist es dann schnell vorbei mit der Entspannung – das schüttelt ganz schön und der Reitschüler wird Mühe haben, sich oben zu halten. Doch wie überall, macht auch hier die Übung den Meister. Mit der Zeit kommen Sattel und Steigbügel dazu. Nun muss das schwierige Leichttraben erlernt werden – das rhythmische Aufstehen und Absitzen während des Trabens. Erst wenn der Reitschüler in allen drei Gangarten – auch dem Galopp – sattelfest ist, darf er die Zügel selbst in die Hand nehmen. Dann kommt die Longe weg und der Reitschüler ist alleiniger Herr über sein Pferd. Zunächst wird in der Halle oder auf dem Außenplatz weiter trainiert: Gerader Rücken, Kreuz anspannen, Absätze runter, Hände ruhig und ganz wichtig, die richtigen Hilfen geben – Reiten ist viel anspruchsvoller als es aussieht. Eine besondere Herausforderung ist die Individualität der Pferde. Jedes ist anders und verlangt eine unterschiedliche Handhabung. Der Reiter entwickelt mit der Zeit ein Gespür dafür.

Und danach?

Wer mehr Ehrgeiz entwickelt, als wöchentlich einmal auszureiten, kann sich auf eine der verschiedenen Sparten des Reitsports spezialisieren: Dressur, Springen, Vielseitigkeit heißen die Disziplinen, wie ein Blick ins Angebot der Reitschule Frankfurt zeigt. Um in einer dieser Disziplinen Wettkampfniveau zu erreichen, braucht es allerdings jahrelanges Training. Denn eines ist bei diesem wunderschönen Hobby sicher: Ausgelernt hat man beim Reiten nie!