NRW entdecken – die Grafschaft Limburg

In Nordrhein-Westfalen gibt es viel zu entdecken. Das einwohnerstärkste Bundesland ist weltoffen und im stetigen Wandel. Die Region hat eine starke Wirtschaft und eine interessante Kunst- und Kulturszene. Besonders zwischen Lenne und Ruhr gibt es auch viel Historisches in einer schönen Landschaft zu entdecken. Gemeint ist damit die Grafschaft Limburg.

Die Entwicklung der historischen Grafschaft Limburg

Das Schloss Hohenlimburg stellt eine der größten Sehenswürdigkeiten in der Grafschaft dar. Bild: Frank Vincentz

In Hagen ist im Stadtteil Hohenlimburg die hochmittelalterliche Höhenburg Schloss Hohenlimburg zu entdecken. Die im Süden des Ruhrgebietes gelegene Burganlage im unteren Lennetal ist zum größten Teil noch in ihrem Ursprungszustand erhalten. Die Geschichte der Grafschaft Limburg ist eng mit dieser Burganlage verbunden. Die Entstehung der Residenz der Grafschaft geht bis in die Mitte des 13. Jahrhunderts zurück. Die damaligen Grafen von Isenberg-Limburg bauten diese steinerne Burg, um ihrem Herrschaftsanspruch über das umliegende Territorium Ausdruck zu verleihen. Bis in das 17. Jahrhundert hinein vergrößerte sich das Territorium der Grafschaft. Es entstanden weitere Besitzungen und Herrensitze wie das Schloss Broich, Schloss Styrum, Burg Gemen, das Wasserschloss Linnep und Schloss Bedburg. Die Grenzen der Grafschaft veränderten sich vor allem nach der preußischen Gebietsreform von 1806. Das Territorium bestand nun nur noch aus den Gemeinden Berchum, Elsey, Ergste, Hennen, Letmathe, Hohenlimburg, Oestrich und Reh. Heute sind die damals eigenständigen Orte Stadtteile von Schwerte, Iserlohn und Hagen.

Sehenswürdigkeiten erkunden

Ob zu Fuß, mit dem Auto oder mit dem Rad – auf einer Tour durch die Grafschaft Limburg gibt es einiges Sehenswertes zu entdecken. Schon allein im Schloss Hohenlimburg gibt es eine Menge zu erleben. Hier werden neben einer Nachtwächterführung auch spezielle Kinderschlossführungen angeboten. Das Schloss, das heute der Familie von Bentheim-Tecklenburg gehört, beherbergt im Wirtschaftsgebäude das Deutsche Kaltwalzmuseum. Hier kann man nachvollziehen, wie im 19. Jahrhundert aus der Drahtziehtechnik das Verfahren entwickelt wurde, Stahl in Bandform zu verarbeiten. Im neuen Palas der Schlossanlage befindet sich das Heimatmuseum. Hier werden prähistorische Funde aus der unmittelbaren Umgebung gezeigt. Auch archäologische Schätze aus dem Mittelalter und die Darstellung von Wohnkulturen verschiedener Epochen sind hier zu besichtigen.

Ein gruseliges Ausstellungsstück ist eine mumifizierte Hand, die der Legende nach einem Edelknaben, der die Hand gegen seine Mutter erhoben hatte, abgeschlagen wurde. Auch eine Mordgeschichte könnte sich hinter diesem Exponat verbergen. Tatsächlich ist die wirkliche Geschichte der Schwarzen Hand nicht geklärt. Der Bergfried des Schlosses wurde im Jahr 1811 durch einen Blitzschlag zerstört. Das Exponat wurde in den Trümmerresten des Turmes entdeckt.

Wer auf seiner Tour durch die Grafschaft sich eine Pause gönnen will, kann auch anhalten, um ein wenig zu schmökern – mit einer Auswahl an Literatur zu den interessanten Geschichten der Grafschaft Limburg und den heutigen Sehenswürdigkeiten.