Mäuse als Haustiere

Mäuse werden als Haustiere immer beliebter, da sie relativ pflegeleicht sind. Doch vor der Anschaffung einer Maus gilt es, einige Dinge zu überdenken, damit man viel Freude an dem Tier hat und sich der kleine Nager wohl fühlt.

Überlegungen vor der Anschaffung einer Maus

Bevor man sich eine Maus als Haustier zulegt, sollte abgeklärt werden, ob ein Familienmitglied allergisch auf Tierhaare reagiert. Auch die Fragen, wer sich im Krankheits- oder Urlaubsfall um das Tier kümmert, ob man der Maus genug Zeit widmen kann und ob man das nötige Geld hat, bei einer Erkrankung der Maus den Tierarzt zu bezahlen, müssen im Vorfeld geklärt werden.
Eine Maus ist als Haustier für kleine Kinder ungeeignet, da sie aufgrund ihres zarten Körperbaus schnell verletzt oder sogar getötet werden kann. Grundsätzlich mögen die kleinen Nager es nicht, grob angefasst zu werden und können darauf aggressiv reagieren.

Kauf einer Maus

Eine Maus sollte man nur in einem guten und seriösen Zoofachgeschäft kaufen. Die Maus sollte gesund sein, sich aktiv verhalten und ein glänzendes, sauberes Fell und klare Augen haben. In der Gruppe darf sich keine andere kranke Maus befinden und der Käfig muss sauber aussehen. Von sogenannten Tanzmäusen, die scheinbar lustig im Kreis laufen, sollte man die Finger lassen: Das tänzelnde Verhalten beruht auf einer schweren Erkrankung und die Tiere haben nur eine kurze Lebenserwartung.
Da Mäuse Gruppentiere sind, sollte man überlegen, sich mindestens zwei von ihnen zuzulegen, da eine Maus sonst schnell vereinsamen kann. Allerdings dürfen keine Paare, die sich rasant vermehren könnten, zusammengehalten werden und auch von der Haltung mehrerer sich fremder Männchen ist abzuraten, da diese Machtkämpfe abhalten, die sogar zum Tod führen können.

Haltung der Maus

Mäuse haben einen großen Bewegungsdrang, deshalb darf ihr Käfig nicht zu klein sein und muss ausreichend Kletter- und Turnmöglichkeiten bieten. Man kann beispielsweise Äste, Papprollen, Seile, kleine Leitern, Blumentöpfe und Zeitungsschnipsel in den Käfig geben, mit denen sich die Maus beschäftigen kann. Zusätzlich sollte der Käfig natürlich eine Wasserflasche und einen Futternapf enthalten und auch kleine Häuschen, die als Rückzugsmöglichkeit dienen, sind notwendig.
Das Unterteil des Käfigs sollte aus leicht zu reinigendem Kunststoff und nicht zu flach sein, damit man viel Streu hineingeben kann, in dem die Tiere gerne wühlen.
Die Ecke, die der Nager als Klo benutzt, muss täglich gesäubert werden. Ebenfalls täglich sollten eventuell vorhandene verdorbene Lebensmittel entsorgt werden. Der gesamte Käfig und das Zubehör müssen alle 3 bis 4 Tage mit heißem Wasser gereinigt und vollständig getrocknet werden, bevor man die Maus wieder in den Käfig setzt, damit sich das Tier keine Erkältung zuzieht.

Nahrung

Man kann dem neuen Mitbewohner fertiges Mäusefutter anbieten, das jedoch relativ teuer ist. Als Alternative eignet sich eine Mischung aus Hamsternahrung, Wellensittichfutter, Hafer- und Getreideflocken. Zusätzlich sollte die Maus noch ein Stück Obst oder Gemüse pro Tag und hartes Brot oder Nüsse zum Nagen bekommen. Da die Tiere kein Sättigungsgefühl kennen, muss man darauf achten, sie nicht zu überfüttern.